RIAT 2017

 

Das Royal International Air Tattoo gilt seit Jahren als eine der größten Airshows in Europa und auch weltweit. Daher war es natürlich selbstverständlich, dass sich mehrere Mitglieder des AKS Teams im Juli 2017 auf die Reise nach England machten. Die Airshow wird seit einigen Jahren Schritt für Schritt von einem zweitägigen Wochenend-Event in eine dreitägige Airshow inklusive des Freitages umgewandelt. Für die Spotter ist zusätzlich der Montag von besonderer Bedeutung, da hier die gesamten Abflüge stattfinden. Überhaupt ist am Montag aufgrund der Starts mit vollem Nachbrenner und dem Sound der überall laufenden Triebwerke eine besondere Atmosphäre – und zum Teil banken die startenden Maschinen für die Fotografen auf der Tribüne.

RIAT 2017 wurde, wie in den Vorjahren auch, vom Royal Air Force Charitable Trust durchgeführt, der die Einnahmen dann für verschiedene soziale Zwecke und zur Unterstützung von luftfahrtbezogenen Ausbildungen verwendet. Die Show wird seit den 1980er Jahren auf der Basis RAF Fairford durchgeführt, die – obwohl über den Namen als Royal Air Force Basis erkennbar – doch primär von der US Air Force genutzt wird. Dies hatte den positiven Nebenaspekt, dass im statischen Display der Airshow eines der hochfliegenden Aufklärungsflugzeuge U-2 der US Air Force ausgestellt war. An den Tagen vor und auch am Abflugtag am Montag führte eine der Maschinen Trainingsflüge oder Missionen durch (Details dazu wurden nicht genannt) – dabei ist insbesondere der Start mit einem sehr steilen Steigflug bemerkenswert.

The Royal International Air Tattoo is well known as one of the biggest shows on the annual air show calendar. Thus it was of course no surprise that several members of the AKS team made the trip. The show is since some years gradually extended from a two-day weekend event to a three-day show including the Friday. For the spotters the Monday has in addition a special importance – departure day – with lots of afterburners, constant jet noise and some great banks in front of the crowd.

RIAT 2017 was – as all the RIATs in the past years, run to support the Royal Air Force Charitable Trust and its various grants. The show is held on RAF Fairford since the 1980s, which although bearing a name linked to the RAF is mainly used by the United States Air Force. This had as welcome consequence that the US Air Force parked one of their special reconnaissance aircraft – the U-2 spy plane – in the static display. On the days before the show and during the departure day on Monday the aircraft even made some regular mission or training flights (unknown as not disclosed) showing of its spectacular zoom climb.

Für Spotter bietet das RIAT viele Möglichkeiten für gute Fotos. Die Organisatoren der Show kennen die Wünsche dieser „speziellen“ Besuchergruppe und bieten sogenannte „Park and View“ Bereiche für die An- und Abflüge in den Tagen vor und nach der Show an, sowie Tribünen für die Showtage und auch die Abflüge – sogar spezielle Pakete inklusive Eintritt (FRIAT – Friends of the Royal International Air Tattoo). Man kann die Show aber auch von der anderen Seite der Base genießen, da mehrere temporäre Campingplätze dort während des RIAT öffnen. Deren Lage erlaubt es einen Großteil der Displays zu sehen.

Die 2017er Ausgabe der Show beinhaltete eine halben Tag Flugprogramm am Freitag – und volle Tage Flugprogramm am Samstag und Sonntag. Wie immer war das Programm mit einer Kombination aus Display Teams, Solo-Vorführungen, Transportern gefüllt – dazu ein statisches Display mit vielen interessanten Maschinen. Das Thema der Show war einerseits „21st Century Partnerships“ – gleichzeitig war aber auch der 70ste Geburtstag der US Air Force ein Motiv. Daher gab es neben der U-2 noch etliche weitere Flugzeuge der US Air Force zu sehen. Im statischen Display befanden sich die B-1B und die B-52 Bomber, F-15 Kampfflugzeuge. Die Displays beinhalteten einen Vorbeiflug der aktuellen US Air Force Streitkräfte in Europa. Dieser bestand aus einer gemischten Formation aus F-15C und F-15E, denen ein spektakulärer Überflug eines KC-135 Tankers mit ausgefahrenem Tankausleger vorausging. Zudem kam eine B-2 den langen Weg aus Whitman in Missouri über den Atlantik und wurde dann über England über dem RIAT von zwei weiteren F-15 begleitet. Um das Thema „21st Jahrhundert“ abzudecken, gab die F-22 Raptor ihr spektakuläres Programm mit ihren engen Turns und viel Vapour – und auch die F-35A führte ihr erstes Display in England durch. Zusätzlich zur A Version des Joint Strike Fighters zeigte auch die F-35B Senkrecht-Start-Version ihre Leistung und erinnerte damit auch an die Zeiten der Harrier, die früher im Programm „tanzten“. Um die US Air Force Teilnehmer abzurunden sollte man auch das Display Team Thunderbirds nicht vergessen, die in ihrem Display sehr von der Ausrüstung mit einem Kampfflugzeug wie der F-16 profitieren (im Gegensatz zu vielen anderen Teams, die mit Trainingsmaschinen agieren).

Die Teilnehmer aus Nordamerika kamen aber nicht nur aus den USA, auch die Streitkräfte Kanadas waren dabei. Ein Chinook in schöner Tarnung sowie eine C-17, die den Chinook im Laderaum über den Atlantik brachte. Von dieser Seite des Ozeans aus Großbritannien war neben einer F-35B auch „Pinky“ zu sehen, ein Tornado im Wüstentarnanstrich, der leider kurz nach der Show den Weg zur Verschrottung antrat. Das Eurofighter Typhoon Display war spektakulär wie immer, dazu kamen die Klassiker des Battle of Britain Memorial Flights mit Lancaster, Spitfire und Hurricane.

For spotters RIAT offers lots of possibilities for great photos. The event organisers are familiar with the wishes and needs of these visitors, providing park and view areas for the arrivals as well as several grandstands to watch the flying display during the show days and the departures on Monday as close as possible and provide even specific packages for this (FRIAT – Friends of the Royal International Air Tattoo). But you can enjoy the show as well from the other, northern side of the airfield, several temporary campsites open there during RIAT and offer the possibility to see the majority of the displays.

The 2017 edition of the show included half a day flying program on Friday – and full day flying programs on Saturday and Sunday. As usual the program was packed with a combination of display teams, fighter solo displays, transporters and a static with many attractive aircraft. As the theme of the event was on the one hand 21st Century Partnerships but on the other hand the 70th anniversary of the US Air Force the participation of the US Air Force didn’t stop at the U-2. On the static you found the huge B-1B and B52 bombers, F-15s and a fly-by of current US Air Force Assets in Europe was performed. This included nice formations of F-15C and F-15Es preceded by a spectacular pass of the KC-135 tanker with its boom fully extended. Furthermore, a B-2 made the trip from Whiteman Missouri all across the Atlantic and was joined by two F-15s and then made a fly-by at the show. To cover as well the 21st century subject the F-22 Raptor as usual stunned with hard turns and pulling vapour – and the F-35A made its first flying display in UK as well. Not only the A version of the Joint Strike Fighter was shown though, as well the F-35B vertical take-off and landing model was displayed remembering the times when Harriers could be seen at RIAT dancing in the program. And to complete the USAG participation the Thunderbirds with their F-16s should not be forgotten – showing their classic display with lots of power benefiting from the use of a fighter aircraft In contrast to most other teams using a trainer).

The North American participation included next to the Americans as well a contribution from Canada – by a Chinook helicopter in nice camouflage colours and a C-17 – which brought the Chinook across the Atlantic. From this side of the ocean from UK you had among a F-35B the last appearance of Pinky, the camouflaged Tornado which was sadly off to the scrapyard soon after the show. The Typhoon display as spectacular as ever was joined by the classics – the Battle of Britain Memorial Flight with Lancaster, Spitfires and Hurricanes.

Aber wir sollten auch die ganzen anderen Teilnehmer nicht vergessen. Im Flugprogramm waren das die Coutea Delta mit ihrem Mirage 2000 „Ballett“, was als Display vor allem aus Elementen ihrer taktischen Angriffsverfahren besteht. Zusätzlich kam aus Frankreich das Rafale Solo Display, welches durch ein extremes Ankippen der Rafale beim Abflug am Montag gekrönt wurde. Sehr willkommen und in Westeuropa selten zu sehen war der Beitrag aus der Ukraine – zwei Su-27, die von einem Il-76 Tanker begleitet wurden. Das Solo-Display der Su-27 zeigte auf eindrückliche Weise die Kraft, aber auch die gewaltige Größe dieses Flugzeugs, die alle Anwesenden beeindruckte. Am Montag starteten die Su-27 zusammen als Paar – gefolgt von der Il-76, die für die Spotter beim Vorbeiflug ankippte.

Aus dem nahen und ferneren Osten kamen auch mehrere Teilnehmer – in Form von drei Hercules Transportern aus Pakistan, Jordanien und Israel. Andere Transporter und Tanker kamen aus Schweden mit einer weiteren Hercules, die „Silberne Gams“ Transall und ein A400M aus Deutschland, sowie eine KC-135 aus der Türkei, die in den Tagen vor und nach der Show landete und startete und das Equipment für Solo Turk und sein Team brachte, das türkische F-16 Display.

Diese türkische F-16 erhielt im Flugprogramm Gesellschaft von der belgischen Demo F-16, die ihren letzten Auftritt beim RIAT vor der Umlackierung hatte. Ein weiteres,eher selten gesehenes, Display kam vom Tornado in toller Sonderlackierung vom Reparto Sperimentale Volo, des Testgeschwaders der italienischen Luftstreikräfte. Ein inoffizielles Mini-Tigermeet kam durch die Anwesenheit der spanischen F-18 Hornet, sowie einem Tornado und einem Eurofighter aus Deutschland zustande – alle drei in Tigermarkierung.

Abschließend, und für viele Begeisterte und Spotter als großes Highlight, schickte die griechische Luftwaffe zwei ihrer stolzen F-4 Phantom IIs nach England. Beide Maschinen, eine davon in einer Sonderlackierung, waren während der ganzen Show von Menschen umlagert (für Fotos und wegen der dort verkauften Patches) und begeisterten die Spotter auch beim Start am Montag.

Wie in den Jahren zuvor war das RIAT 2017 ein sehr erfolgreicher Besuch und ein großes Vergnügen. Wir freuen uns auf das RIAT 2018!

But we should not forget the appearance of lots of other spectacular assets. In the flying display the Couteau Delta with its two Mirage 2000 fighters showed their ballet, which is a display including lots of elements from their tactical mission profiles as well. Furthermore, the French participation included the Rafale Solo Display, which was crowned by an enormous bank on take-off for the spotters on Monday. A welcomed and rare sight was coming from Ukraine – two Su-27s joined by an Il-76 tanker. The solo display by the Su-27 showed perfectly the power but as well the size of this huge fighter and impressed everyone attending. On Monday the Su-27s made a parallel take-off – followed by the Il-76 which banked for the spotters!

From the south-east direction the show included some assets in addition – in shape of a trio of Hercules from Pakistan, Jordan and Israel. Other transports and tanker arrived from Sweden with another Hercules, the Silver Gams and an A400M from the German Air Force and a KC-135 from Turkey which arrived and left before and after the show to pick up the equipment of the Turkish Air Force Solo Turk F-16 display team.

This Turkish F-16 was joined in the flying display by the Belgian one, making the last appearance it the current colours before being repainted. Another fighter rarely seen today in flying was the Tornado, in a great colour scheme of Reparto Sperimentale Volo, the Italian Air Force test wing. An unofficial mini-Tigermeet was staged by the appearance of both German Tiger marked aircraft, a Tornado and a Typhoon and a Spanish F-18 Hornet as well in Tiger colours.

Finally, and as a real highlight for many enthusiasts and spotters attending, the Greek Air Force sent two of their old but strong F-4 Phantom IIs to England. These aircraft, one of them in special colours, received some special attention during the show (due to the patches etc. and for photos) and on take-off.

As in the years before, RIAT 2017 was a successful visit and an enjoyable time. We already look forward to the show in 2018!